Veröffentlicht am 10. Januar 2026 · CoinTaxReporting

DAC8 2026 – Was das für deine Krypto-Steuern bedeutet

Ab 2026 meldet Binance, Coinbase und Co. deine Trades direkt ans Finanzamt. Kein Witz. DAC8 macht das möglich – und wer bisher dachte, Krypto ist anonym genug, sollte diesen Artikel lesen.

Was ist DAC8?

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DAC8 steht für Directive on Administrative Cooperation, 8th Amendment – eine EU-Richtlinie, die Krypto-Dienstleister (CASPs) verpflichtet, Nutzerdaten und Transaktionsinformationen automatisch an Steuerbehörden zu melden. Diese Daten werden anschließend EU-weit ausgetauscht.

DAC8 ist die Krypto-Entsprechung des CRS (Common Reporting Standard), der seit Jahren für Bankkonten gilt. Die Richtlinie wurde 2023 vom EU-Rat beschlossen und trat zum 1. Januar 2026 in Kraft – mit Daten, die bereits ab dem Steuerjahr 2025 erfasst werden.

Welche Daten werden gemeldet?

Nicht irgendwelche Daten. Konkret:

Welche Börsen sind betroffen?

Alle CASPs mit EU-Registrierung – also praktisch alle großen Plattformen:

Auch internationale Plattformen, die EU-Nutzer bedienen und unter MiCA reguliert sind, fallen unter DAC8. Dezentrale Protokolle (DEXs ohne zentralen Betreiber) sind aktuell noch ausgenommen – die EU-Kommission prüft jedoch bereits Erweiterungen.

Der Zeitplan

Was ändert sich für Anleger – und was nicht?

DAC8 ändert nicht deine Steuerpflicht. Krypto-Gewinne mussten schon immer versteuert werden. Was sich ändert, ist die Kontrollmöglichkeit des Finanzamts. Bisher war das aufwändig – ab 2026 geht es automatisch.

Was passiert bei Abweichungen?

Das Finanzamt hat jetzt erstmals belastbare Vergleichsdaten. Mögliche Konsequenzen bei Diskrepanzen:

Wer einen vollständigen Report mit FIFO-Lot-Matching und Audit-Trail vorweisen kann, ist deutlich besser aufgestellt – selbst wenn Abweichungen durch unterschiedliche Bewertungsmethoden entstehen.

DAC8 und DeFi

DAC8 richtet sich an zentrale CASPs. Dezentrale Börsen wie Uniswap sind aktuell nicht direkt erfasst. Das bedeutet aber nicht, dass DeFi-Gewinne steuerfrei sind – sie müssen nach wie vor selbst erklärt werden. Erweiterungen sind angekündigt.

Wie du dich jetzt absicherst

  1. Vollständige Transaktionshistorie exportieren – von allen Börsen und Wallets, auch aus vergangenen Jahren
  2. FIFO-Berechnung auf Lot-Ebene – manuelle Schätzungen reichen nicht mehr aus
  3. Audit-Trail erstellen – jede Zeile im Steuerreport muss auf die Quelltransaktion zurückführbar sein
  4. Report vor Einreichung mit Börsendaten abgleichen – Diskrepanzen erklären, bevor das Finanzamt fragt

CoinTaxReporting übernimmt FIFO-Lot-Matching, Audit-Trail-Erstellung und exportiert einen DAC8-kompatiblen Report, der mit Börsenmeldungen konsistent ist.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Steuerberatung wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.